Schufa Score verbessern: 10 Erfolgreiche und schnelle Maßnahmen

Schufa Score verbessern für optimales Schufa Rating

Die Bezeichnung Schufa ist eine Abkürzung für ‚Schutzgemeinschaft für allgemeine Sicherung‘. So heißt in Deutschland die größte Auskunftei, welche sich auf die Kreditwürdigkeit von privaten Schuldnern bezieht. Anhand des bisherigen Verhaltens einer Person, in Bezug auf Kredite und Zahlungen, trifft die Schufa spezifische Prognosen über das zukünftige Zahlungsverhalten. Dieses Verhalten wird aufgrund der verschiedenen Einträge in konkrete Zahlenwerte übersetzt, dem Schufa-Score, der mit den richtigen Maßnahmen verbessert werden kann.

Die Bedeutung des eigenen Schufa Score

Zu fast allen Bundesbürgern sind dementsprechende Informationen gespeichert, wenn diese in der Geschäftswelt tätig sind. Jeden Tag holen sich Unternehmen als Vertragspartner der Schufa ganz konkrete Auskünfte ein, um die Bonität von potenziellen Kunden einschätzen zu können. Dazu gehören in erster Linie Kreditinstitute sowie Unternehmen aus der Telekommunikation. Aber auch im Zusammenhang mit einem neuen Arbeitsverhältnis wenden sich Arbeitgeber an die Auskunftei. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Beruf mit der Annahme und Übergabe von Bargeld zu tun hat.

Aber auch Vermieter sind am Schufa-Score interessiert, allerdings dürfen Privatpersonen keine Auskünfte über potenzielle Mieter einholen. Deshalb müssen Wohnungssuchende häufig selbst eine Schufa-Auskunft für den Vermieter beantragen, um diese beim Abschluss eines Mietvertrages vorzulegen.

Darüber hinaus spielt der Schufa-Score beim Ratenkauf eine entscheidende Rolle, speziell beim Kauf von Automobilen und hochpreisigen Elektrogeräten. Wer einen schlechten Wert hat, dem stehen Probleme bei vielen geschäftlichen und privaten Vorhaben bevor. In diesem Fall bietet es sich an, ganz gezielt den Schufa-Score zu verbessern.

Von der Schufa gesammelte Daten

Als Grundlage speichert die Schufa erstmal die persönlichen Daten der betroffenen Bürger. Dazu gehören der Name, Geburtstag und die aktuelle Adresse. Darüber hinaus sammelt die Auskunftei alle verfügbaren Informationen über bestehende Bankkonten und Kreditkarten. Des Weiteren trägt der Auskunftgeber alle vorhandenen Daten zu laufenden Kredit-, Leasing- und Mobilfunkverträgen zusammen.

Außerdem ist die Schufa an den existierenden Bürgschaften, Ratenzahlungsgeschäften und Zahlungsstörungen interessiert.

Dagegen werden Informationen betreffend den folgenden Aspekten nicht gesammelt:

  • Ausgeübter Beruf
  • Monatliches Einkommen
  • Aktueller Familienstand
  • Individuelles Kaufverhalten
  • Entsprechende Nationalität
  • Laufende Mitgliedschaften
  • Konkretes Vermögen

 

Die Schufa speichert die meisten Daten über drei Jahre hinweg.

Dagegen wird eine private Insolvenz länger gespeichert, die Einträge bleiben etwa vier Jahre nach dem Überstehen der Privatinsolvenz erhalten. Zu bedenken ist, dass diese Zeitspanne zwischen drei bis sechs Jahren andauern kann. Deshalb kann trotz einer aktuell guten Einkommenslage der Schufa-Score extrem schlecht sein.

Wie verbessert man den eigenen Schufa Score?

Mit den folgenden 10 Maßnahmen kann man das persönliche Schufa Rating positiv beeinflussen:

  1. Rechnungen rechtzeitig zahlen
  2. Wenige Girokonten führen
  3. Wenige Kreditkarten führen
  4. Langjährigen Bankkundschaft
  5. Beständige Meldeadresse
  6. Zuverlässige Kredittilgung
  7. Wenig Kreditanfragen
  8. Datenmissbrauch vermeiden
  9. Schufa Rating regelmäßig kontrollieren
  10. Fehlinformationen korrigieren

1. Rechnungen stets pünktlich und vollständig bezahlen

Unternehmen melden nicht jede Rechnung, die zu spät gezahlt wurde, bei der Schufa. Zuerst müssen zwei schriftliche Mahnungen erfolgen, zwischen deren Versand mindestens vier Wochen vergehen. Erst dann ist ein Gläubiger berechtigt, die Auskunftei über den Verzug bei den fälligen Zahlungen zu informieren. Dieses Vorgehen ist sowohl für Kreditraten, Mietzahlungen als auch für die Stromrechnung vorgeschrieben.

Deshalb ist es ratsam, für diese wichtigen und regelmäßig anfallenden Überweisungen ein Lastschriftverfahren zu verwenden. Auf diese Weise lassen sich versäumte Zahlungen vermeiden, welche zu einem Mahnverfahren führen könnten. Wer seine Rechnungen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen immer zuverlässig bezahlt, kann seinen Score bei der Schufa dadurch verbessern.

Allerdings kann es immer mal wieder zu finanziellen Engpässen kommen. Im Falle eines Zahlungsverzugs sind die betroffenen Kreditinstitute und Unternehmen rechtzeitig zu kontaktieren. Oft wird eine kulante Verlängerung der Zahlungsfrist gewährt, so dass eine spätere Begleichung der Verbindlichkeit erfolgen kann, Auf diese Weise lassen sich dank einer schnellen Kommunikation negative Einträge vermeiden und der Schufa-Score verbessern.

2. Auf wenige Girokonten beschränken

Wer über mehrere Girokonten verfügt, den erwarten diesbezüglich schlechte Einträge bei der Schufa. Davon betroffen sind speziell die Verbraucher, welche oft neue Girokonten eröffnen und sie aber nur kurz nutzen. Deshalb ist es ratsamer, sich auf nur wenige Bankkonten zu beschränken. Ein oder zwei Girokonten sind noch Ordnung, eventuell auch drei Konten bei Geschäftsleuten mit mehreren Filialen.

Wer deutlich mehr Konten hat, der verhält sich aus Sicht der Schufa nachteilig. Um den Schufa-Score zu verbessern, sind deshalb alle überflüssigen Girokonten zu kündigen. Darüber hinaus verlangen die Banken und Kreditinstitute jährliche Gebühren für die Führung von Konten. Deshalb ist es aus Perspektive der Verbraucher durchaus finanziell sinnvoll, auf nicht benötigte Girokonten zu verzichten.

3. Eine größere Anzahl von Kreditkarten vermeiden

Fast alle haben mittlerweile eine Kreditkarte für die täglichen Zahlungen. Für den Einkauf im Internet ist die praktische Zahlungsmethode unersetzlich, um Produkte und Dienstleistungen zu bestellen. Wer im Besitz einer Kreditkarte ist, wird von der Schufa in erster Linie als vertrauenswürdig eingestuft. Demnach bringt eine Bank oder ein sonstiges Institut dem Antragsteller ausreichend Vertrauen entgegen, um ihm ein Kreditkarte auszuhändigen.

Jedoch verhält es sich mit den Kreditkarten ähnlich wie mit den Konten. Wer eine Kartensammlung sein Eigen nennt, der weckt Verdacht. Dann nimmt die Schufa an, dass Geldprobleme vorhanden sind und diese durch diverse Karten überbrückt werden. Deshalb sollten sich private Nutzer auf ein bis zwei Kreditkarten limitieren. Wenn bereits vorhandene Kreditkarten nicht genutzt werden, sind diese zeitnah zu kündigen. Darüber hinaus sind durch Kreditkarten entstehende Rechnungen stets pünktlich zu begleichen, um den Score bei der Schufa zu verbessern.

4. Langfristige Vertragsbeziehungen mit der ausgesuchten Bank eingehen

Generell bewertet die Schufa langfristige Vertragsbeziehungen mit Finanzinstituten als positiv. Deshalb ist es angebracht, die Bank im Idealfall nicht zu häufig zu wechseln. Für die Auskunftei sieht jeder neue Wechsel so aus, als ob dadurch bestimmte Unregelmäßigkeiten kaschiert werden sollen.

Wer jedoch sein Konto bei einer ortsbezogenen Bank laufen hat, kann diese Prozedur nicht vermeiden. In diesem Fall bieten sich Verträge mit Direktbanken an, welche zudem noch gebührenfreie Konten anbieten. In diesem Zusammenhang ist beim Umzug in eine andere Stadt kein unnötiger Kontowechsel erforderlich.

5. Wohnungswechsel einschränken, um Schufa-Score zu verbessern

Genauso wie bei den Konten, weckt auch ein beständiger Wohnort reichlich Vertrauen bei der Schufa. Wer häufig seinen Wohnsitz oder die Wohnung innerhalb des gleichen Ortes wechselt, senkt jedesmal weiter seinen Schufa-Score. Wenn das überdurchschnittlich oft passiert, wird die Schufa misstrauisch und interpretiert es negativ.

Allerdings lässt sich ein Wohnungswechsel manchmal aus beruflichen oder privaten Gründen nicht vermeiden. Darüber hinaus kann es passieren, dass die Schufa bedingt durch einen Umzug den niedrigsten Score vergibt. In diesem Fall ist noch keine Aktualisierung sowie Synchronisierung der personenbezogenen Daten erfolgt.

6. Kredite aufnehmen und Kreditraten zuverlässig bezahlen

Wenn die Bank einem Kunden einen Kredit gewährt, interpretiert die Schufa dieses Vorgehen als ein vertrauenswürdiges Signal. Dementsprechend wirken sich Kredite generell positiv auf den Schufa-Score aus. Jedoch müssen die Kreditraten pünktlich bezahlt werden, sonst meldet das Kreditinstitut die Zahlungsausfälle bei der Schufa.

Extrem nachteilig wirken sich gekündigte Kredite für Kunden aus, welche für besonders negative Einträge sorgen.

Ganz anders verhält es sich dagegen mit dem Dispokredit eines Girokontos, da dieser keinen Einfluss auf den Schufa-Score hat. Solange die Bank eine Überziehung beim Dispokredit duldet, sind keine nachteiligen Einträge zu befürchten.

Des Weiteren melden die meisten Banken beantragte Erhöhungen beim Dispo nicht bei der Schufa, welche durch Kunden im Verlauf der Zeit erfolgen. Wenn Banken den vergebenen Dispokredit kündigen, müssen die Finanzinstitute dieses Vorgehen der Schufa nicht zwingend mitteilen.

Darüber hinaus ist die Aufnahme von vielen kleinen Krediten zu vermeiden, da sich diese negativ auf den Schufa-Score auswirken. Statt bei zahlreichen Versandhäusern diverse Kredite zu beantragen, ist es vorteilhafter, einen Minikredit aufzunehmen. Damit lassen sich mehrere Anschaffungen gleichzeitig finanzieren und simultan die Bonität verbessern.

7. Konkrete Kreditanfragen reduzieren

Bei jeder Kreditanfrage erfolgt bei der Schufa eine Überprüfung hinsichtlich der Bonität. So kommt es zu einer Registrierung, unabhängig davon, ob der Kredit zustande kommt oder nicht. Wenn viele Kreditanfragen bei der Schufa eingehen, entsteht bei der Auskunftei der Eindruck, dass ein paar dieser Kredite von der Bank abgelehnt wurden. Aufgrund der mangelhaften Kreditwürdigkeit sinkt im Anschluss der Schufa-Score.

Dieser Faktor kann sich zum erheblichen Problem entwickeln, zum Beispiel auf der Suche nach einem günstigen Kredit bei mehreren Banken. Wer die jeweiligen Konditionen nur vergleichen möchte, sollte diesen Tatbestand im Hinterkopf behalten. Um den Schufa-Score nicht zu beeinträchtigen, ist es anzuraten, beim Gespräch mit der Bank eine Anfrage bezüglich der Kreditkonditionen zu stellen. Im Unterschied zu den klassischen Kreditanfragen hat diese Anfrage keine Auswirkungen auf den Schufa-Score.

8. Schutz vor Datenmissbrauch

Durch den Missbrauch von Daten können sich schnell negative Einträge bei der Schufa ansammeln. Oft schließen die Betrüger Verträge mit den kriminell erworbenen Daten ab, zum finanziellen Nachteil der betroffenen Personen. Seit einigen Jahren bietet die Schufa diesbezüglich geschädigten Verbrauchern die Möglichkeit, einen durchgeführten Datenmissbrauch bei der Auskunftei zu melden.

Wer bereits Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist, kann sich so vor einem weiteren Betrug schützen. Anhand der gespeicherten Information erhalten Händler die Möglichkeit, sich direkt an den Verbraucher zu wenden. So lassen sich erfolgte Bestellungen korrekt verifizieren und die Bonität wieder verbessern.

9. Schufa-Score regelmäßig kontrollieren

Eine regelmäßig durchgeführte Selbstauskunft ermöglicht die ersten Hinweise, um den Schufa-Score zu verbessern. Verbraucher haben einmal pro Jahr die Möglichkeit, sich kostenlos über den aktuellen Schufa-Score zu informieren. Wer geschäftlich viel tätig ist und auf Kredite sowie Ratenzahlungsverträge angewiesen ist, der sollte von diesem Recht jährlich Gebrauch machen.

So lässt sich schnell herausfinden, ob sich im Jahresverlauf ein Bedarf für die Optimierung eingestellt hat. Außerdem können sich Bankkunden beim nächsten Kreditantrag eine gute Verhandlungsbasis sichern, wenn es es um konkrete Verhandlungen bei den Konditionen und Zinsen geht.

10. Fehlerhafte Informationen direkt bei der Schufa korrigieren

Oft fallen bei der Selbstauskunft falsche Einträge auf, welche gravierende Folgen haben können. In so manchen Fällen handelt es dabei um fehlerhafte Aktualisierungen sowie nicht rechtzeitig durchgeführte Modifizierungen. In der Regel sind Kreditinstitute und Unternehmen dazu verpflichtet, innerhalb von einem Monat bei der Schufa die anfallenden Änderungen zu melden.

Wenn die entsprechenden Informationen unrechtmäßig eingetragen wurden, ist unverzüglich eine Löschung oder Korrektur bei der Schufa zu beantragen. Dabei ist ein schriftliches Vorgehen und gut dokumentiertes erforderlich. Dazu gehört das Beilegen aller betreffenden Dokumente, welche den korrekten Sachverhalt bestätigen. Das können Kontoauszüge oder bereits bezahlte Rechnungen sein. Auf diese Weise lässt sich der Score bei der Schufa unmittelbar verbessern.

 

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