Wie lange dauert eine Schufa-Auskunft?

Dokument zur Schufa-Auskunft

Kaum ein Vertragsabschluss ist noch ohne eine Schufa-Auskunft möglich. Wenn Sie eine Bestätigung Ihrer Bonität vorlegen können, haben Sie bei Verhandlungen eine bessere Position. Benötigen Sie eine Schufa-Auskunft, sollten Sie jedoch einiges an Zeit einplanen, denn die Zusendung kann mehrere Wochen dauern. Meist ist dies eine Gratwanderung zwischen der Aktualität der Auskunft und sie rechtzeitig zum bestimmten Termin zu bekommen.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Zusendung kann mehrere Wochen dauern.
  • Eine jährliche Selbstauskunft ist kostenlos.
  • Regelmäßige Kontrolle der Daten von Vorteil.
  • Manchmal werden zusätzliche Dokumente benötigt, damit die Bonitätsauskunft erteilt wird.
  • Keine Wartezeiten, wenn die Informationen über den kostenpflichtigen Online-Zugang eingeholt werden.
  • Vertragspartner wie Banken oder Mobilfunkunternehmen können direkt in die Informationen Einsicht nehmen.

Wie lange dauert die Schufa-Zusendung?

Durchschnittlich dauern die Bearbeitung einer Anfrage und deren Zusendung der Auskunft in schriftlicher Form zwischen einer und zwei Wochen. Wie lange die Zusendung der Daten dauert, ist aber von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu gehört auch der Umfang der Informationen, der von einem Verbraucher gespeichert wird. Neben den persönlichen Informationen sind zahlreiche Daten gespeichert, von denen viele nicht ahnen, dass sie bei der Schufa aufliegen.

Info: Mit der seit Mai 2018 gültigen Datenschutz-Grundverordnung steht dem Verbraucher das Recht zu, sogar mehrmals jährlich in angemessenen Abständen eine Bonitätsauskunft einzuholen. Im Gesetz ist jedoch nicht genau definiert, was „angemessene Abstände“ sind.

Es ist von Vorteil, wenn Sie die Möglichkeit der jährlichen kostenlosen Selbstauskunft nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes nutzen, damit Sie kontrollieren können, welche Informationen über Sie gespeichert sind. Die gespeicherten Informationen bilden die Grundlage für den sogenannten Bonitätsscore, der Aufschluss über die wahrscheinliche Zahlungsmoral eines Verbrauchers gibt.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es auch nicht schneller geht, wenn beispielsweise ein Anwalt für seinen Mandanten eine Auskunft bei der Schufa einholt. Der Grund dafür ist, dass dies wie eine normale Selbstauskunft behandelt wird und somit auch immer direkt an den Mandanten geht. Etwas schneller kann es jedoch gehen, wenn man eine Auskunftei mit einer kostenpflichtigen Bonitätsprüfung beauftragt. Diese kostet zwar Geld, allerdings erfolgt eine Zusendung dann oft schon innerhalb von drei Tagen.

Mögliche Informationen können sein:

  • Kreditverträge
  • Leasingverträge
  • eröffnete Konten
  • beantragte Kreditkarten
  • Kundenkonten bei Versandhändlern
  • abweichendes Zahlungsverhalten wie fällige Forderungen
  • Insolvenzverfahren
  • Missbrauch von Kreditkarten

Viele Informationen müssen aber auch nach bestimmten Fristen wieder gelöscht werden. Dazu gehört beispielsweise, dass nach drei Jahren ein abbezahlter Kredit nicht mehr bei der Schufa aufscheinen darf.

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Wodurch können Verzögerungen entstehen?

Im Schnitt ist jede Anfrage innerhalb von vier Wochen bearbeitet. Länger dauert es jedoch nur, wenn eine Person im Ausland lebt. Ein zusätzlicher Zeitfaktor ist hier auch der längere Postweg.

Wesentlich häufiger kommt es jedoch zu Verzögerung, weil die Schufa weitere Informationen vom Verbraucher, der die Anfrage stellt, benötigt. Welche Unterlagen das sein können, variiert bei jeder Anfrage bzw. beim Verbraucher. Am häufigsten wird die Kopie eines Ausweisdokumentes wie dem Personalausweis gefordert, damit im Falle einer Selbstauskunft auch verifiziert werden kann, dass die Anfrage eines Datensatzes tatsächlich vom Verbraucher selbst durchgeführt wird.

Kann man die Schufa auch sofort erhalten?

Manchmal können zwei Wochen Wartefrist schon zu lange sein, wenn es etwa um den Abschluss eines Mietvertrages geht. Wer schnell eine Selbstauskunft benötigt, kann dies bei der Schufa auch online machen. Sie müssen sich dazu nur online registrieren und erhalten Zugang zu Ihren Daten.

Über den Zugang können Sie innerhalb weniger Sekunden Ihre Selbstauskunft abrufen und auch gleich selbst ausdrucken. Das reduziert die Wartezeit und Sie können die Informationen zudem digital auch gleich weiter senden etwa an einen möglichen Vertragspartner.

Beim Online-Zugang der Schufa werden unterschiedliche Zugangsmodelle angeboten. Neben einer kostenpflichtigen Einzelauskunft, die durchschnittlich 30 Euro kostet, gibt es auch ein monatliches Abo-Modell, das ein Jahr läuft. Dies wird automatisch verlängert, sofern dies nicht gekündigt wird.

Wer kann noch alles meine Schufa-Infos beziehen?

Während die jährliche Selbstauskunft kostenlos ist, sind weitere Auskünfte kostenpflichtig. Zudem sind Auskünfte über Dritte ebenfalls nicht kostenlos. Jedoch müssen Sie nicht immer zwingend selbst die Auskunft der Bonität erbringen. Kreditinstitute können selbst die Bonität der Kunden im Register einsehen und Sie müssen sich nicht um eine Selbstauskunft kümmern. Das hat den Vorteil, dass Sie viel Zeit sparen können.

Neben Banken zählen auch Mobilfunkunternehmen zu den Vertragspartnern, die ebenfalls direkte Einsicht in die Bonität ihrer Kunden nehmen können.

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